Hinweis des Herausgebers: blockfunded veröffentlicht diesen Leitfaden als Anbieter der beschriebenen Evaluation. Er erklärt die Bedienung und verspricht keine Tradingergebnisse. Diese deutsche Fassung wurde redaktionell überarbeitet.

Zuerst das richtige Konto wählen

Ein Chart zeigt dir einen Markt. Das ausgewählte Konto zeigt dir die Regeln, unter denen du eine Order platzieren kannst. Prüfe deshalb zuerst Kontotyp, Größe, Kennung und Status. Trial, Challenge, Verification und Funded haben unterschiedliche Ziele und Laufzeiten. Ein geschlossenes Konto ist keine Einladung, auf einem anderen Konto weiterzutraden: Wähle den nächsten Schritt bewusst.

Im Terminal und in den Trade-Listen bleibt der Kontokontext sichtbar. Das Order-Ticket zeigt das Konto, für das du die Order vorbereitest. Vergleiche die Kennung mit deiner Auswahl, bevor du eine Order absendest.

Kontostand, offenes P/L und Eigenkapital unterscheiden

Der Kontostand enthält bereits verbuchte Ergebnisse. Das offene P/L ist der noch nicht realisierte Gewinn oder Verlust offener Positionen. Das Eigenkapital (Equity) ist Kontostand plus offenes P/L. Die freie Kaufkraft wird separat ausgewiesen. Verwechsele sie nicht mit deinem persönlichen Risikobudget.

Ein Beispiel: Bei 25.000 USD Ausgangsgröße, 24.800 USD Kontostand und −100 USD offenem P/L beträgt das Eigenkapital 24.700 USD. Das Gesamt-P/L gegenüber der Ausgangsgröße beträgt −300 USD. Ein offenes P/L von null bedeutet deshalb nicht, dass dein Konto insgesamt ohne Verlust ist. Tages-P/L bezieht sich wiederum auf den aktuellen UTC-Tag.

Aktuellen Puffer und bisherige Extremwerte lesen

Der bisher höchste Tages- oder Gesamtverlust beschreibt einen historischen Extremwert. Der aktuelle Verlustpuffer beantwortet eine andere Frage: Wie viel Abstand besteht jetzt noch zur jeweiligen Grenze? Ein historischer Wert kann höher sein als der heutige Verlust und bleibt auch nach einer Erholung bestehen.

Prüfe beide aktuellen Puffer, offenes P/L, geplanten Stop-Abstand, Gebühren und gemeinsame Risiken mehrerer Positionen. Ein Verlustlimit ist eine äußere Grenze und kein empfohlenes Risikobudget. Die Risikovorschau ergänzt deine Prüfung, garantiert aber keinen Ausführungspreis.

Frist und Handelstage getrennt prüfen

Das genaue Kontoende wird mit Uhrzeit und UTC angezeigt. Lokale Mitternacht auf deinem Gerät ändert diese Frist nicht. Verbleibende Kalendertage beschreiben die Zeit bis zum Kontoende. Noch erforderliche Handelstage beschreiben den Abstand zur Mindestaktivität. Sie sind keine zweite Laufzeitanzeige.

Ein Konto mit 3 von 10 erforderlichen Handelstagen braucht noch sieben qualifizierende Tage. Ob diese vor dem Ende erreichbar sind, hängt von der gültigen Handelstagsregel und der Frist ab. Erzeuge keine unnötigen Orders allein für den Zähler. Beim nächsten Schritt zählen alle Ziele, die Regelkonformität und die Kontoprüfung zusammen.

Offene Position, ausstehende Order und Historie

Eine ausgeführte Position hat eine Einstiegszeit und laufendes P/L. Eine ausstehende Limit- oder Stop-Order ist noch keine offene Position. Geschlossene Positionen und stornierte Orders stehen in der Historie. Stornierte, nie ausgeführte Orders haben kein Tradingergebnis.

Nutze die Historie für die Auswertung nach Symbol, Richtung, Status, Ergebnis und Zeitraum. Die Listenanzeige rundet Mengen für die Lesbarkeit; Details und CSV enthalten genaue Werte. Das Netto-P/L berücksichtigt die ausgewiesene Kommission. Beim Export bleibt der ausgewählte Filterumfang erhalten.

Kurze Prüfung vor dem Absenden

  • Richtiges Konto und aktuellen Status prüfen.
  • UTC-Frist und noch erforderliche Handelstage lesen.
  • Kontostand, offenes P/L und Eigenkapital auseinanderhalten.
  • Aktuelle Tages- und Gesamtverlustpuffer mit dem geplanten Risiko vergleichen.
  • Ordertyp, Richtung, Menge, Hebel und Exit-Bedingungen kontrollieren.

Die Challenge-Regeln erklären die veröffentlichten Voraussetzungen. Für den Zusammenhang zwischen Positionen hilft der Leitfaden zum Korrelationsrisiko.